1980 – 1989

 

In dieser Epoche zeichnete sich ein Negativtrend ab, der nicht nur unseren Verein, sondern den Fußball allgemein betraf. Der Stellenwert des Fußballsportes ließ nach, während andere Sportarten wie z.B. Tennis Aufwind bekamen. Veränderte Lebensbedingungen, wie mehr Freizeit und vielfältigere Freizeitangebote, spielten dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Auch das Zuschauerinteresse ließ nach. Kamen zu Zeiten der I. Amateurliga noch 3.000 Zuschauer zu einem Heimspiel, benötigt man heutzutage eine ganze Saison, um auf diese Zuschauerzahlen zu kommen.

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Unter diesem Aspekt war und ist es für die Verantwortlichen schwer, die Jugend für den Fußball zu begeistern oder sie bei der „Stange“ zu halten.

Auch im Seniorenbereich musste man dieses erkennen, denn einige Spieler hängten viel zu früh ihre Fußballstiefel an den berühmten „Nagel“ oder beendeten ihre Karriere nach der Jugend. Wurde in der Saison 1979/80 noch um den Klassenerhalt in der Bezirksliga gekämpft, so konnte man sich 1980/81 mit dem 3. Tabellenplatz in den oberen Regionen festsetzen. Mit dem neuen Trainer Karl-Hans Stäudlin schaffte es der FVÖ 1981/82 mit 44:16 Punkten Meister in der Bezirksliga zu werden und in die Landesliga aufzusteigen. Wiederum war das letzte Spiel das entscheidende Spiel, diesmal bei der Reserve des FC Rastatt 04, feierte der Trainer einen 1:0 Sieg durch den Treffer von Norbert Babel.

Nach dem ersten Jahr Landesliga, in dem man mit 32:28 Punkten und 52:57 Toren den 6. Tabellenplatz belegte, wurde es 1983/84 „eng“. Wolfgang Sievers löste Karl-Hans Stäudlin als Trainer während der Runde ab und schaffte mit der Mannschaft den 14. Tabellenplatz und somit den Klassenerhalt.
War der FVÖ in den Jahren 1984/85 mit dem 7. Tabellenplatz und 1985/86 mit dem 5. Tabellenplatz in gesicherten Regionen, wurde es 1986/87 mit dem 12. Tabellenplatz schon etwas kritischer.

Dass ein Trainerwechsel kein Allheilmittel ist, musste man 1987/88 erkennen, denn der Wechsel von Josef Schöttl für Wolfgang Sievers brachte nicht den gewünschten Erfolg. So musste man als 15. der Tabelle mit 19:41 Punkten und 33:53 Toren in den sauren Apfel beiße, der Abstieg hieß.
Nach dem Ausscheiden von Trainer Josef Schöttl während der Runde, konnte Fredy Gallion 1988/89 mit der Mannschaft in der Bezirksliga noch den 7. Tabellenplatz erreichen.

Etwas kontinuierlicher, zumindest was die Klassenzugehörigkeit betraf, ging es bei der Reserve zu. In der Kreisliga B konnte man 1981/82 mit 32:22 Punkten noch ein guter 4. Platz erreicht werden, bevor sich die Mannschaft in den nachfolgenden Jahren immer öfter in den hinteren Tabellenregionen wiederfand.

Im Jugendbereich begann dieses Jahrzehnt mit der Meisterschaft der E-Jugend unter ihrem damaligen Trainer Heinz Lorenz. Die nächsten Meisterschaften waren 1981/82 durch die D-Jugend und 1982/83 durch die C-Jugend fällig. In diesem Jahr übernahm Hans-Joachim Kambeitz den Posten des Jugendleiters.
Zu einem „Doppelschlag“ kam es in der Saison 1984/85, als die A-Jugend mit ihrem Trainer Fredy Gallion mit 40:8 Punkten und die B-Jugend mit ihrem Trainer Franz Hilß mit 38:8 Punkten zu Meisterehren kam. 1986/87 schaffte die D-Jugend souverän mit 30:2 Punkten und 129:28 Toren die Meisterschaft. Die letzte Meisterschaft in diese Epoche errang die 2. F-Jugend im Jahre 1988/89.

Im Jahre 1989 endete auch eine Ära, die in der Geschichte des FVÖ einmalig ist. In 19 Jahren als 1. Vorsitzender, davon 17 Jahre ohne Unterbrechung, hat Anton Kohm die Geschicke des Vereins an entscheidender Stelle mitgeprägt. In dieser, für einen Fußballverein, sehr langen Zeitspanne, schaffte er es immer wieder, mit großem Einsatz und Engagement, das „Schiff auf Kurs“ zu  halten und das in nicht immer rosigen Zeiten. Ihm hat der Fußball viel zu verdanken