1960 – 1969

 

Heinz Nold war es, der dieser Epoche aus sportlicher Sicht seinen Stempel aufdrückte. Als Sturmführer war er es, der nach dem Abstieg aus der II. Amateurliga in die A-Klasse, in den Jahren 1959/60 und 1960/61 mit seinen Treffern den Grundstein zum Wiederaufstieg legte. Nach dem 5. Tabellenplatz in der Saison 1959/60 konnte man 1960/61 mit 47:13 Punkten die Meisterschaft in der A-Klasse feiern. Ebenso erfolgreich konnte sich der FVÖ 1961/62 als Fünfter in der II. Amateurliga behaupten, bevor man 1962/63 unter dem damaligen Trainer Herbert Dannemaier mit 42:18 Punkten und 92:50 Toren Meister dieser Klasse wurde und damit in die damals höchste deutsche Amateurklasse aufstieg.

1960s

Parallel zu dieser sportlichen Aufwärtsentwicklung liefen von Vereinsseite die Bestrebungen für einen neuen Sportplatz, denn der alte Schlackenplatz, der entlang der Mühlstrasse lag, war alles andere als ein Vorzeigeplatz für die I. Amateurliga. Nach langen und zähen Verhandlungen mit der Gemeinde, konnte 1962 mit dem Bau begonnen und innerhalb der Sportwoche vom 26. -31.5.1965 der Platz eingeweiht werden. Großen Anteil am Zustandekommen und an der Durchführung des Bauvorhabens hatte das damalige Gemeinderats- und Verwaltungsmitglied des FVÖ Rudolf Kleinkopf, der als Bauführer zuerst die Rodungsarbeiten der französischen Pioniere und später die Arbeiten der beauftragten Baufirma überwachte.

Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, musste unsere I. Mannschaft im ersten Jahr der Zugehörigkeit zur I. Amateurliga 1963/64 erkennen. Als drittletzter entging man knapp dem Abstieg. Mit dem neuen Spielertrainer Albert Speck wurde im nachfolgenden Jahr der 10. Tabellenplatz erreicht. Eine Leistungssteigerung erfuhr der FVÖ unter Trainer Wenner in den Jahren 1965/66 und 1966/67, die der 4. Tabellenplatz dokumentierte. In dieser Zeit waren bei den Lokalderbys gegen Rastatt 04, SV Kuppenheim oder SC Baden-Baden Zuschauerzahlen von 2.000 bis 3.000 an der Tagesordnung. Im darauffolgenden Jahr war leistungsmäßig die Klasse nicht mehr zu halten und man stieg, diesmal nicht zum 50-jährigen, sondern ein Jahr früher, aus der I. Amateurliga ab.
Auch die Reservemannschaft profitierte in dieser Zeit von dem Leistungshoch der I. Mannschaft. 1966/67 wurde man Meister in der Amateur-Reservestaffel und qualifizierte sich in drei Entscheidungsspielen gegen den Tabellenzweiten der B-Klasse, dem FV Ottersdorf, in die A-Klasse. Einer klaren Niederlage  in Ottersdorf folgte ein ebenso klarer Heimsieg, so dass auf dem Platz des FC Rastatt 04 das entscheidende Spiel vor 2.000 Zuschauern mit 2:1 gewonnen wurde. Die Zugehörigkeit zur A-Klasse dauerte allerdings nur ein Jahr, denn 1968/69 musste die Reserve nach einem Entscheidungsspiel gegen den SV Steinmauern, das 2:1 verloren wurde, wieder absteigen.
Von sich reden machte auch in diesem Jahr die III. Mannschaft des FVÖ, die mit 52:8 Punkten den 2. Tabellenplatz in der A-Klassen-Reservestaffel schaffte.

Die Jugendabteilung des FVÖ erlebte in dieser Zeitspanne ebenfalls einen Aufwärtstrend. Waren es 1960/61 mit der A-Jugend und der C-Jugend zwei Mannschaften, die am Spielbetrieb teilnahmen, konnte man 1963/64 mit der D-Jugend eine weitere und 1964/65 mit der B-Jugend die vierte Jugendmannschaft ins Rennen schicken. In dieser Saison wurden alle vier Jugendmannschaften Staffelmeister und die C-Jugend Bezirksmeister. Für diese Erfolge waren in erster Linie die damaligen Jugendleiter Otto Kühn, Otto Reuter und Manfred Kühn verantwortlich.