Jan 092017
 

Mit Rück-, Ein- und Ausblicken, einigen kritischen Worten zur sportlichen Entwicklung, Ehrungen langjähriger Mitglieder, Dankesworten für alle, die in der „FVÖ-Familie“ Aufgaben übernehmen, und einem Unterhaltungsprogramm hat der FV 1919 Ötigheim e. V. am Donnerstagabend, den 05. Januar 2017 sein traditionelles Wintervergnügen gefeiert.

In seiner Rückschau sprach Vereinsvorsitzender Christian Dittmar im vollbesetzten Geschwister-Scholl-Haus von einem Vereinsjahr mit vielen Sportveranstaltungen und gesellschaftlichen Events – bis hin zum ersten Weihnachtsmarkt auf dem neuen Multifunktionsplatz.

Zum Sportlichen merkte Dittmar an, dass der „finanziell kerngesunde FVÖ“ leider die gewünschten Ziele nicht erreicht habe. „Für die restliche Runde zählt nur noch der sichere Klassenerhalt und in der neuen Saison werden wir dann hoffentlich wieder ruhigere Zeiten erleben“. Kritik sei in Ordnung, aber sie solle doch bitte im Rahmen bleiben, „sonst macht den Job, den wir hier machen, bald jemand anderes“, sagte der Vorsitzende und appellierte an die Spieler, am Erfolg mitzuarbeiten“.

Ferner teilte er mit, dass die Planungen für den 100. Geburtstag des Vereins im Jahr 2019 angelaufen seien und in Sachen FVÖ-Clubhaus „der Weg des Umbaus eingeschlagen wurde“. Volker Kunzweiler habe erste Umbaupläne angefertigt. Man sei zuversichtlich, zusammen mit der Gemeinde eine zukunftsfähig und finanziell tragbare Lösung hinzubekommen.

„Schenkt uns weiterhin das Vertrauen. Unterstützt uns auch in Zeiten, in denen es sportlich mal nicht so gut läuft. Wir versuchen unser Bestes“, mahnte der zweite Vorsitzende Simon Henkel – und teilte mit, dass die Damenmannschaft trotz schwieriger Saison 2015/16 den sechsten Platz in der Kreisliga A erreicht habe und aktuell Platz fünf belege. Zudem nehme in dieser Saison eine reine Mädchen E- und D-Juniorinnenmannschaft am Spielbetrieb teil. Bei den Herren sei die Saison 2015/2016 mit Platz sieben für die Erste und Platz neun für die Zweite nicht zufriedenstellend verlaufen.

In der Winterpause habe man Hendrik Neuberth mitgeteilt, „dass wir uns auf der Trainerposition anders aufstellen wollen“. Auch sei schnell klargewesen, „dass Co-Trainer Philipp Suchanek nach der Runde 2015/16 aufhören wird“. Dank des sportlichen Leiters Rudi Kühn konnte mit Oliver Herrmann ein lizensierter Trainer für die Erste gewonnen werden. Robin Riedinger trainiere die Zweite.

Zum bisherigen Saisonverlauf erklärte Henkel, dass es nach euphorischem Start einen Einbruch gab. „Doch mit den letzten Spielen der Vorrunde kam die Wende. Genau hier wollen wir in der Rückrunde anknüpfen.“ Aktuell stehe die Erste auf Platz zwölf, die Reserve auf Platz acht. In der Winterpause seien Yannick Henkel und Kai Ullrich zum FVÖ zurückgekehrt. Das mittelfristige Ziel Bezirksliga wolle man 2017/18 wieder in Angriff nehmen. Die zweite Mannschaft habe sich zunächst besser geschlagen, aber dann den Anschluss verloren.

„Christian und Simon, Ihr macht einen verdammt guten Job, haltet durch. Ich bin überzeugt, dass sich der sportliche Erfolg wieder einstellt“, sagte der Vorsitzende des Jugendfördervereins, Matthias Ochs. Er berichtete von 150 aktiven Jugendspielern und auch davon, dass 2017 wieder ein Betrag von rund 10.000,00 Euro in die Jugendarbeit investiert werden könne.

„Die Rahmenbedingungen stimmen. Die Kameradschaft funktioniert. Das ist der Schlüssel zum Erfolg – auch sportlich“, erklärte Bürgermeister Frank Kiefer, der die A-Jugend für den Gewinn des Bezirkspokals in der vergangenen Saison ehrte.

Noch vor der Tombola, der Dia-Show mit Bildimpressionen aus dem vergangenen Vereinsjahr, die Daniel Steffen zusammengestellt hatte, und dem beliebten FVÖ-Quiz, welches Simon Hort wieder organisierte und gekonnt moderierte, wurden sechzehn langjährige Mitglieder geehrt. Seit sage und schreibe 70 Jahren hält Eduard Kühn dem FVÖ die Treue. 60 Jahre Mitglied sind: Siegbert Ganz, Otto Kölmel und Peter Zielke. Für 50 Jahre Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel bedacht wurden: Rolf Kleinkopf und Siegfried Kölmel. Zu Ehrenmitgliedern aufgrund 40-jähriger Vereinszugehörigkeit ernannt wurden: Andreas Adam, Markus Götz, Jürgen Kühn, Helmut Schröder, Peter Weingärtner, Heiko Zellagui und Matthias Zielke. Die silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten: Alexandra Engelmann, Julius Früh und Kurt Kinz.

Dirigiert von Hubert Kühn, sangen am Ende des Abends alle zusammen nach alter Tradition das Lied „Schwarze Marie“, bevor bei „Barbetrieb mit Tanz und Schwung“ und den DJs Rico Dreger und Daniel Steffen der Abend gemütlich ausklang. Um die Bewirtung kümmerte sich wie immer dankenswerterweise eine Abordnung der KjG St. Michael Ötigheim.

Wir sagen Danke an alle, die zum Gelingen dieses tollen Abends beigetragen haben.